Der betäubte Beobachter

Die Beobachtung der Realität ist eine der einfachsten Aufgaben auf der Erde, so möchte man meinen. Doch es hat sich herausgestellt, dass Menschen lieber das glauben, was ihnen gesagt wird, anstatt selber hinzuschauen.
Um diese Einsicht bereichert wird es nun einfach zu verstehen, wieso der Elefant vor der eigenen Nase unsichtbar bleibt. Jemand hat ja gesagt, er sei nicht da, also ist er es auch nicht. Dieser Jemand ist die eigene, bevorzugte Betäubung, denn niemand auf dieser Erde kann Sie etwas glauben lassen, was Sie nicht glauben wollen – auch nicht, wenn er darauf besteht.

Was ist Realität?


Um die ganzen Themen abzuhandeln, die ich mir für diesen Artikel vorgenommen habe, muss ich zunächst die Realität erklären:
Realität ist all das, was Ihr Bewusstsein über Ihre Sinne wahrnehmen kann. Und damit sind nicht nur Ihre Augen gemeint, alle Sinne. Auch das Fühlen zum Beispiel, das von der Naturwissenschaft außen vor gelassen wird, denn es ist so schwer erklärbar.
Und Realität ist auch all das, was außerhalb Ihrer Sinne existiert. Dabei ist es ganz gleich, ob Sie es wahrnehmen können oder nicht, wenn es existiert, ist es Teil der Realität.
Realität ist also – alles, was existiert.

Begrenzung der Erde


In der Realität der Erde wurde ein großer Teil der Existenz ausgeschlossen, damit wir als göttliche Wesen erfahren können, wie es ist, sich (fast) zu verlieren. Die Zugänge zu unserem natürlichen Zustand, unserer ganzen Existenz, sind massenhaft vorhanden, aber die Enge der Erde hält die meisten Menschen betäubt im monotonen Ton des ewigen Mehrs. Mehr Wachstums, mehr Geld, mehr Ruhm, mehr Macht, mehr Anerkennung und immer wieder neue Ziele.
Die Wahrnehmung und die einfache Beobachtung, wie das Spiel der Erde funktioniert, kann dabei jeden sehr schnell aufwecken, aber natürlich immer nur, wenn man aufwachen will.

Der Kopf


Beobachten Sie einmal Ihren Kopf. Sie haben keinen Namen für ihn. Sie erzählen nicht über Ihr Gehirn, ja, Mia (oder Lars) hat gerade zu mir gesagt, ich soll dies und jenes machen. Und doch nehmen Sie alles ernst, was der Kopf von sich gibt. Wenn Sie jedoch als Mensch allein auf Ihr Gehirn beschränkt werden und jemand behauptet, Sie hätten kein Herz, sind Sie sofort beleidigt. Wer sind Sie nun? Ihr Gehirn oder Ihr Herz?
Diese Antwort ist sehr einfach wahrzunehmen, wenn Sie Ihren eigenen Namen jetzt laut aussprechen… laut hab ich gesagt!... Wer fühlt sich da angesprochen?

Sie. Sie sind. Das sind Sie. So einfach ist es.

 

Sie sind selbst dafür verantwortlich, dass Sie ständig auf das Dauerbrummen Ihres Gehirns hören und nicht auf Ihr ganzes Sein. Und schon wieder analysieren Sie meine Worte im Kopf. So schnell geht das. Was sagt Ihr ‚Ich bin‘ dazu. Fühlen Sie es. Das ist kein Nachdenken, es fliegt Ihnen einfach zu. Denken, Grübeln erfordern immer sehr viel Energie und laugen aus. Fühlen, Sein sind Ihr natürlicher Zustand. Und Sein braucht keine Energie, es ist, es fließt ganz von alleine. Das Gehirn kann diesem Zustand dienen und wird dadurch nicht mehr so überfordert sein, andauernd Entscheidungen treffen zu müssen.

Das Drama ist so weit verbreitet, weil der Kopf überfordert ist von der Realität der Erde, Sie aber dennoch immer eine Erklärung von ihm verlangen. Ein Taschenrechner kann Ihnen aber nie sagen, wieso Sie da sind, er kann nur ständig Zahlen ausspucken. Und das tut er, solange Sie hier leben.


Medien

 

Medien nutzen die Selbstaufgabe an das Gehirn aus. Sie beschäftigen ständig Ihre Sinne und Ihren Kopf. Steuern, Terror, Fußball, Wahlen, Angst, Probleme, Lösungen, neue Probleme, Sport, Tabellen, Waschmaschine, Steuern, Terror, Angst, Tatort, Tatort, Tabellen, Terror, Tatort, ... . Solange Sie so beschäftigt werden, kann man Ihnen alles erzählen und Sie glauben alles. Sie nehmen ja nichts wahr. Deshalb hat das Bewusstsein auch das schöne Wort konsumieren dafür auserkoren, denn Sie werden konsumiert. Nein, andersherum würde es nur gehen, wenn Sie wach wären, aber das sind Sie im Gehirnmodus nicht.
Nachrichten, Sport, Unterhaltung, alles konsumiert Sie. Erst saugt es Sie hinein ins Delirium und anschließend saugt es Sie aus. Gehen Sie in den Wald spazieren, der konsumiert nichts von Ihnen. Ich höre Sie alle schreien "das weiß ich doch schon!", um dann am Abend doch wieder vor dem Computer oder dem Fernseher oder dem Smartphone zu sitzen. „Ich weiß, ich weiß!“, ist die beste Antwort der Betäubung und führt direkt zu ihr zurück. Erst wenn Sie wahrnehmen, wie krass Sie betäubt sind, dass sogar diese schnell eingestreute Einsicht nur Show ist, um Sie weiterhin gefangen zu halten, erst dann werden Sie aufwachen.

Politik


Die immergleiche Runde. 
Politik ist voll von Lügen, Macht, Geld und Korruption und solange man sich weiterhin damit beschäftigt, wird sich daran nichts ändern. Das ist so, seitdem es Politik gibt, aber die Betäubung gaukelt einem vor, dass es in diesen vier Jahren anders werden wird. Und die Menschen glauben es, wiedermal, zum zehntausendsten Mal. Wenn das reicht.
Politik dient seit jeher zur Betäubung des ganzen Volkes. Politiker und Fußvolk. Den Massen wird vorgegaukelt jemand sorgt für sie, jemand kümmert sich um sie. Und die Menschen glauben es.

Den "Mächtigen" wird Reichtum, Einfluss und Selbstbewusstsein vorgetäuscht und wer würde das freiwillig ablehnen.

Das dualistische Prinzip bleibt seit Jahrtausenden unverändert: Brot und Spiele für das Volk – und Macht und Geld für die Elite. Das Volk arbeitet hart und kämpft ums Überleben, der Rest kämpft mit Macht und dem vielen Geld zu leben. Dabei hoffen alle inständig ihre Sorgen loszuwerden. Kennen dabei aber nur das eine Werkzeug: wenn ich das und das erreicht habe, dann hab‘ ich keine Sorgen mehr. Ist das eine oder andere schließlich erreicht, ist das Einzige, was nicht verschwindet, die maledeite Sorge.
Auch dieses Spiel löst sich nur auf, wenn die Menschen das Spielfeld verlassen und nicht ständig auf bessere Zeiten hoffen. Das Spiel wurde erschaffen, um es zu erkennen, seine Regeln zu verstehen, seine Züge und dann, wenn man genug hat, es einfach zu beenden. Aber wir Menschen spielen weiterhin Schach und beschweren uns, dass das Pferd so komisch springt und die Dame so viel Macht hat oder, dass es immer um den König und nie um die Bauern geht.

Der König seinerseits, betäubt in seinem Schloss, will Einöde besiegen. Dabei ist alles, was er kennt, weil er sich nicht mehr liebt, die Selbstzerstörung. Und die nennt sich auf Erden, ganz unverfroren – Krieg.

So sieht's aus. Seitdem auf dieser Erde die Politik regiert, spiegelt sie durchgehend das Eine – kämpfe für den Frieden und schon bist du im Krieg.

Geld und Ruhm


Wenn ich den Menschen, und somit auch Ihnen, nur eine Sache austreiben könnte, dann würde ich mir diese wünschen – die Betäubung durch Geld und Ruhm. Aber so funktioniert die Erde nicht. Was die Erde jedoch zulässt, ist mich darüber aufzuregen.
Hören Sie auf mit dem Scheiß! Geld hat noch nie jemanden glücklich gemacht. Ruhm hat noch nie jemanden glücklich gemacht. Nehmen Sie wahr, beobachten Sie. Die Politiker, die Hollywood-Stars, die Milliardäre, schauen Sie auf ihre Gesichter. Schauen Sie auf alte Bilder und auf aktuelle. Schauen Sie genau hin. Sie haben alle ihr Gesicht verloren, ihre Persönlichkeit. Sie sind nur noch Marionetten des Spiels, der Gier nach Macht, Geld und Ruhm. Selbst strotzen sie von Überzeugung, sie würden alles lenken, alles bestimmen, aber sie sind verloren auf dem ewig gleichen Spielfeld.

Du kannst bei Monopoly das ganze Geld nehmen, Regeln brechen, das Gefängnis für dich abschaffen, aber du spielst immer noch Monopoly. Du willst immer noch die schönste Straße, das schönste Haus, das meiste Geld für dich. Gier und Macht lassen sich nicht beherrschen, man kann sie nur loslassen. Solange man versucht diese zu beherrschen, wird man beherrscht und dazu getrieben, ständig mehr zu wollen, bis zum verbitterten Tod. Vorher kann man im Spiel nicht aufhören.

Schauen Sie die Machtvollen und die Reichen an, sie verzweifeln daran, dass sie kein Ende finden, keine Ruhe. Dass sie immer mehr brauchen und sägen dabei am eigenen Ast. Aber sie können nicht anders, das Spiel sagt, wo es langgeht und sie müssen immer weiter, immer weiter. Es gehören Mut und Liebe dazu, sich auf so ein Leben einzulassen, denn man weiß als Seele, dass die Chancen, nicht als Geld- und Macht-Zombie zu landen, sehr gering sind.
Falten, Übergewicht, Krankheiten, Leere drängen zur Aufgabe, aber natürlich will niemand aufgeben. Scheitern ist unmenschlich geworden und so erfindet das Spiel ständig neue Methoden, das Hamsterrad zu drehen. Zum Beispiel versuchen vor allem die Hollywoodstars verzweifelt, mit Operationen ihr Gesicht wiederzufinden, ihre Freude, ihre Jugend, das, was sie mal waren. Und es mag ein legitimer Versuch sein, aber so funktioniert die Erde nicht. Man kann nicht dem Spiel entkommen, indem man wieder auf jung tut, obwohl man alt ist.

Oder Politiker, die Essen in sich hineinstopfen, um sich zu betäuben. Die Bedienstete um sich sammeln, um sich besser zu fühlen. Die herumstolzieren, als wären sie furchtbar wichtig, für diesen Planeten, der seit fast 5 Milliarden Jahren auch ohne sie existiert.

Schauen Sie auf die Gesichter, schauen Sie auf die Gesichter. Ich kann's nicht oft genug sagen.

Seien Sie respektvoll, liebevoll und schauen Sie hin. Die Seelen wissen nicht mehr, was sie tun. Die Gesichtszüge sind eingefallen und die Blicke sind leer. Das Spiel hat alle ausgelaugt und um es zu verlassen, muss man zunächst sehen, was geschehen ist. Doch keiner schaut in den Spiegel. 

Und was machen wir, die Massen? Wir sehnen uns nach Ruhm, Macht und Geld. Sind wir denn noch ganz bei Sinnen?! Spiegeln die Mutigen dieses harte, eklige Spiel, das Verlorensein, nicht deutlich genug? Nein, anscheinend nicht, denn sogar die Augen haben uns verlassen. Da kann ich noch so lange schreien, der König hat keine Kleider, wenn alle bei "König" schon nicht mehr hinhören – „Ja, König, das wäre schön.“ Menschen!


Fasten Sie drei Tage, dann nehmen Sie ein Stück getrocknetes Brot, hauen es in den Toaster, schmieren dann eine Knoblauchzehe drauf, tröpfeln etwas Olivenöl darauf und beißen hinein. Da ist Ihr Königreich auf Erden und wenn Sie noch ein Stück Tomate haben, dann kommt der Himmel noch dazu.

Der freie Wille

 

Das mit dem freien Willen auf der Erde ist trickreich. Ja es gibt ihn, aber auf der Erde, vor allem im Verzicht darauf.
Die Erde ist ein dualistischer Planet gebunden an Zeit. Also ein Hin und Her in linearer, fortlaufender Wiederholung.
Das lässt sich an vielem beobachten, am Krieg und Frieden, Ruhe und Aufruhr, Freude und Trauer und so weiter. Solange man die Zeit hineinlässt sind beide Zustände nur in Abwechslung wahrnehmbar und betäuben dadurch, in einer deterministischen Abfolge von warm und kalt, hell und dunkel, Tag und Nacht, Leben und Tod.


Bei genauerem Hinschauen erlaubt es aber der freie Wille, die Erde ganz anders zu betrachten, außerhalb von Dualismus. Und auch wenn das Massenbewusstsein diese Beobachtung als religiös, esoterisch, spirituell abstempelt und damit ins Reich der Fabeln verabschiedet, bleibt sie doch reell. Denn niemand kann Ihnen verbieten, die Welt anders zu sehen. Sie können es einfach. Und was Sie tun, existiert auch. Noch einmal, weil’s wichtig ist: Sobald Sie etwas wahrnehmen, denken, tun – existiert es auch. Dabei ist es gleichgültig, ob die Sache nur in Ihren Gedanken oder auch in fester Form existiert. Sobald es da ist, ist es da. Fühlen Sie die Faszination dahinter. Sie denken es und schon ist es da. Niemand kann diese Tatsache verneinen. Wenn es nicht da wäre, dann könnten Sie es auch nicht denken. So einfach ist Realität. Und doch besteht Ihr Gehirn wieder darauf, dass nur etwas Handfestes real ist. Dann regen Sie sich mal kurz über Ihr scheiß Gehirn oder meine beleidigende Worte auf und demonstrieren damit sogleich, dass Ihr Ärger nichts Handfestes braucht, um zu existieren.

Fertig? Weiter, in Ruhe. (Übrigens auch nichts Handfestes, aber ich will nicht schon wieder das Gehirn verärgern, also schnell weiter.)
Sie können nun behaupten, dass die Erde genug vom Dualismus hat und ab jetzt zu 5D wandert. Die Menschen, die weiterhin in 3D bleiben wollen, werden diese Erde verlassen und woanders hingehen. Jetzt können viele Sie deswegen verarschen oder für verrückt erklären, aber der freie Wille gewinnt auch diese Schlacht. Sie können denken und glauben, was Sie wollen. Und sobald Sie es tun, ist es sofort real. Für Ihre Gegner nicht wahrnehmbar, aber dennoch real.


Das Praktizieren des freien Willens ist genau das, alle Grenzen zu sprengen, die einem auferlegt wurden. Das wird natürlich nicht funktionieren, wenn man nur ständig wiederholt, was andere sagen, denn dann ist es nicht der eigene Wille, den man ausdrückt.

Die Erde


Es stimmt natürlich, auf der Erde hat sich seit Jahrtausenden außer Krieg und Frieden, Tag und Nacht, Freude und Leid in stetiger Wiederholung nicht viel getan. Und alle Spiele, die es hier gab, wurden von diesem Dualismus betrieben und bestimmt. In den letzten Jahren hat sich jedoch etwas verändert, Menschen fangen an sich mehr auszubreiten. Fragen zu stellen. Wo komme ich her? Wer bin ich? Was mache ich hier?
Dieses Bewusstsein verändert gezwungenermaßen die Realität, denn die Fragen sind nun mal da. Also entsteht ein Bewusstsein, das diese Fragen beantworten kann. Dieses Bewusstsein ist nun auf der Erde und es verändert viel mehr als die meisten Menschen wahrnehmen können. 3D wurde gesprengt, ohne dass es die Massen mitbekommen haben. Das macht diese Zeit, unsere Zeit so beeindruckend. Denn alleine durch diese einfachen Fragen ist eine neue Realität, eine neue Schwingung entstanden. Das wird die Erde automatisch in eine neue Realität ziehen, die den Dualismus enthält, aber nicht mehr nur der Dualismus ist. Plötzlich werden Menschen mehr davon wahrnehmen können, wie sie sind, wer sie sind und was sie hier machen.
Natürlich können die Betäubung und der Dualismus nicht begeistert davon sein, dass ihre Zeit zu Ende geht, also werden sie sich mit allem wehren, was sie haben. Ohne Chance verständlicherweise. Denn sobald etwas Neues da ist, ist etwas Neues da. Da kannst du zwar noch ein paar Jahrhunderte brav zur Arbeit gehen und den Tod wieder weit wegschieben, aber vergessen kannst du nicht mehr. Diese neue Realität wird bleiben und sich Stück für Stück weiter ausbreiten, einfach nur, weil es sie gibt. Es ist Bewusstsein, was die Erde bewegt und nicht Macht, Geld oder Politik. Das Bewusstsein, das, was ich wahrnehmen, beobachten kann, verändert meine Realität und damit die Erde.
Also seien Sie Sie selbst, machen Sie die Augen auf, schauen Sie genau hin, nehmen Sie wahr und leben Sie Ihr Leben.
Den Rest besorgt das Bewusstsein – mit jedem neuen Atemzug.