Anmut

"Der perfekte Weg ist immer der eigene."

Anmut lässt sich nicht definieren, also schauen Sie es bitte nicht im Duden nach. Anmut lässt sich fühlen. Stellen Sie sich vor Sie hören gerade wunderschöne Musik und im Fließen dieser Harmonien tanzen Sie sich durchs Leben. Fühlen Sie es? Das ist Anmut.


Wir Menschen lieben es, zunächst all jenes auszuprobieren, was nicht wirklich gut funktioniert, um danach genau nachzufühlen und dem Willen des natürlichen Seins nachzugeben.

Uns allen sind Leichtigkeit, Lachen, Schönheit wichtig als dauerhafte Begleiter in unserem Prozess, aber für das Sein zählt nur die Erfahrung und diese ist immeranmutig, ob Sie’s merken oder nicht.


Erst wenn Sie sich von Erwartungen an Ihren Weg trennen, kann der natürliche Prozess des Seins eintreten. Stellen Sie sich als Beispiel vor, Sie versuchen gerade, Freiheit zu verinnerlichen.

Auf einer dualistischen Erde wird ein Teil dieser Erfahrungen beinhalten, dass Sie sich mit Abhängigkeit auseinandersetzen werden. Nur selten kann man sofort auf Nahrung, Sex, andere Menschen... verzichten. Und nur sehr wenige möchten überhaupt sofort darauf verzichten. (Wir sind doch alle „nur“ Menschen!)

Wenn man also wieder eine tolle Person kennenlernt und sich erfreut an ihrer Schönheit, was, wie Sie ja wissen, an sich Ihre ist, wird die ganze Welt auf einmal prachtvoll und leicht. Alles scheint so einfach zu fließen. Viele vergessen hier das Gesamtbild dieser Erfahrung und beschweren sich dann lauthals über das schwere, traurige Ende. Dieses Erlebnis aber hatte die Bindung und ihre Trennung von Anfang an im Geschehen gespeichert. Gleiches gilt für die Leichtigkeit und die Schwere. Es ist alles da, von Anfang an, sonst würden Sie über Freiheit nicht viel lernen können. Einatmen und fühlen.


So und jetzt kommt die Anmut ins Spiel. Ihr Sein versteht dies alles und bewertet es nicht. Wenn Sie also auch mit der Wertung aufhören, dann kann sich plötzlich alles vereinen.

Die Folge heißt nicht, dass Schwere einen großen Bogen um Sie macht, nein, vielmehr genießen Sie auch diese Schwere, denn Sie wissen, wieso sie hier ist.

Mit anderen Worten, Schwere wird immer Schwere bleiben und sich auch so anfühlen, nur in Anmut ist sie Teil der Vollkommenheit und damit einfach nur wunderbar oder wunderschön oder wieder mal wow.


Anmut ist der normale Zustand des Seins und es wird automatisch im Laufe der Zeit immer weniger dualistische Erfahrungen anziehen. Das Erleben wird sich auf eine neue Ebene verschieben, die Vollkommenheit als Grundlage hat und damit alles Dualistische vereinigt. In Anmut werden Sie nicht mehr nach Leichtigkeit, Schönheit und Lachen schreien, denn erstens sind sowieso schon alle da und zweitens fühlt es sich so oder so immer perfekt an.


Dieses vollkommene anmutige Gefühl ist bereits Teil von Ihnen. Denn Ihre Seele ist anmutig, es liegt in ihrer Natur. Es beinhaltet ein Fließen, ein Vertrauen, ein Zulassen. Atmen Sie sich da hinein und bringen Sie es dadurch zum Ausdruck, damit sich plötzlich die ganze Welt anders anfühlt, als sie es jetzt tut.