Geld

"Die Bedeutung von Geld in Ihrem Leben, können Sie in einer Pfeife rauchen."

Pfeifenraucher, Paul Cézanne 1890
Pfeifenraucher, Paul Cézanne 1890

Um Geld drehen sich viele Gedanken in unserem Leben. Sehr viele! Entscheidend ist die Frage, ob ich den Reichtum habe, um das zu leben, was ich in diesem Augenblick leben möchte. Lautet die Antwort hier NEIN, lügen Sie sich an. Es ist unmöglich nicht den Reichtum zu haben, den Sie gerade haben wollen. Wieso? Weil nur Sie alleine entscheiden, wie viel, wovon da ist. Sie alleine. Nicht Ihr Chef, nicht Ihre Arbeit, nicht der Staat und nie die Anderen. Sie alleine. Der Unwille diese Einfachheit zuzulassen, erzeugt oft Drama um die Fülle und damit am liebsten um Geld.

 

Im Augenblick werden alle Ihre Aspekte rebellieren. Denn bei klaren, strengen Worten fühlen sich alle, noch so unterschiedlichen, Aspekte stark angegriffen und steigen gemeinsam auf die Barrikaden. Der erste Abwehrversuch, der meistens auftaucht, lautet: “Ja, ich weiß ja, ich weiß ja, Geld ist nicht wichtig. Und ich hab ja eigentlich genug.“ Taraaa! Ein Meistersatz Ihrer Aspekte. Die meisten fallen dann auch gerne darauf rein. (Als kleine Hilfe – Sätze mit ahh, ohh, uhh, danke, andere, eigentlich, wirklich, vielleicht, besonders, besser, mehr,… sind voll mit Massenbewusstseinsmüll Ihrer Aspekte.)

In Klarheit ist der erste Satz, der heraus will, nachdem Sie den ersten Absatz gelesen haben: „Ok schön und gut, ich versteh das, aber verinnerlicht habe ich es noch lange nicht!“ Nach so einem Satz kann die Arbeit beginnen, denn Geld loszulassen ist eine tägliche Übung. Wieso täglich? Weil jeder von uns, egal in welcher Form, täglich ans Geld denkt.

 

Eine dualistisch aufgebaute Erden kann nur ein Geldsystem haben, das dieser Form entspricht. Deshalb spiegelt das Geld, in der Aufteilung zwischen Arm und Reich, seit ein paar tausend Jahren diese geniale Trennung in gegensetzliche Pole.

Seelen, die in unserem Erdenzyklus reinkarnieren, haben früh festgestellt, dass die eigene, persönliche Bewegung mit den Herausforderungen der Armut schneller und einfacher zu bewältigen ist. Sie bevorzugen Mangel, Leid und Kampf und haben genug von Überfluss, Oberflächlichkeit und Unklarheit. Die Dunkle Seite führt sehr schnell nach innen, die Oberflächliche hält sich etwas länger im Massenbewusstsein auf.

Die Verteilung zwischen diesen zwei Polen ist also weder unfair, noch ungerecht und hat sicher nichts mit Gott zu tun. Dieses System ist eine Wahl von uns allen. Ein von uns erzeugtes Massenbewusstsein. Einzig die Bezeichnungen haben sich im Laufe der Jahrhunderte zum Teil verändert: Der König wurde zum Manager, das Schloss ist meist eine Villa oder ein Hochhaus, die Gladiatoren sind jetzt Fußballer, aus Feldarbeit wurde Büroarbeit und das Spiel um Macht, Krieg und Geld ist immer noch das Spiel um Macht, Krieg und Geld.

Die Einfachheit und Schönheit dieses Spiels ist in jedem Augenblick sofort sichtbar.

 

 Zurück zum Sein.

 Die meisten Seelen versuchen dieses Spiel zu verändern, indem Sie dagegen ankämpfen: Ich wähle die Grünen, die Linken, die Rechten, wieder die Grünen; Ich helfe den Armen; Ich diene und bediene die Erde, die Natur, die Tiere; Ich kämpfe für ein bedingungsloses Grundeinkommen; Ich reformiere das Bankensystem; Ich werde ganz groß und verändere einfach die ganze Welt.

Diese Versuche werden das System nicht verändern, denn das System ernährt sich genau von diesem Widerstand. Es braucht den Widerstand, damit der Dualismus existiert.

Es ist wie bei Monopoly – Sie können in diesem Spiel alle Regeln verändern, das Gefängnis abschaffen, der Schlossallee Zölle auferlegen, einen Euro-Soli für die Armen einführen, die Reichensteuer exorbitant erhöhen,... Am Ende spielen Sie immer noch Monopoly und irgendeiner wird gewinnen und die Anderen verlieren. Die einzige Möglichkeit mit diesem Spiel aufzuhören, ist die Schachtel wegzulegen. Verlassen Sie also das Geldspiel der Erde, treten Sie heraus. Und das geht am einfachsten mit der Verinnerlichung des ersten Absatzes.

Es gibt unterschiedliche Übungen dieses zu bewerkstelligen:

 

1. Atmen

 

2. Bewusst wahrnehmen, wie abhängig Sie sind. Wie oft Sie über Geld nachdenken. Wie gerne Sie etwas kaufen, Geld haben, Geld ausgeben. Nehmen Sie diese Abhängigkeit wahr. Geld ist das Wichtigste in Ihrem Leben geworden. Nicht dagegen ankämpfen! Wahrnehmen.

 

3. Den Ärger wahrnehmen, der Sie erreichen wird. Egal ob Sie viel Geld oder wenig haben, solange sich Ihr Leben noch um Geld dreht, wird Ärger auftauchen. Denn weise Aspekte in Ihnen wollen sich nicht das ganze Leben nur mit Oberflächlichkeiten beschäftigen.

 

4. Wenn Ärger und Gedanken um das Geld auftauchen, gehen Sie in das Gefühl, Sie hätten noch eine Stunde zu leben. Jetzt fühlen Sie kurz, wie viel Geld Sie mit auf die andere Seite nehmen können? Schön. Jetzt lachen und atmen.

 

5. Begrenzungen, die Sie sich selbst gestalten, akzeptieren. Laut sagen: „Ich will es gerade so. Ich will diese Enge.“

 

6. Gekaufte Produkte monatelang im Schrank lassen, ohne Sie auszupacken. Stürzen Sie sich nicht auf neue Sachen.

 

7. Arbeiten Sie ohne Bezahlung und ohne Dank. (Also nichts Ehrenamtliches oder Soziales, das ist voll von Danke-Müll.)

 

8. Verinnerlichen Sie folgende Ausdrücke, die es im Zusammenhang mit Geld nicht gibt: genug Geld; Ich habe genau die richtige Menge an Geld (deshalb sagt`s auch keiner); Geld ist ungerecht verteilt; das Geld ist begrenzt.

 

9. Atmen

 

Der Geld-Dualismus auf unserer Erde wird sich dann von alleine verändern, je mehr Seelen dieses Spielfeld verlassen.

Wenn Sie dann als Weißkopfseeadler über die Erde fliegen und hinunterschauen, werden Sie sich erinnern wie viele Leben Sie sich immer und immer wieder die gleichen Gedanken um das Geld gemacht haben. Wie Sie an Berühmtheit und Reichtun verzweifelten. Wie Sie auf der Suche nach Mehr scheiterten. Wie Sie sich unter tausend Freunden und Verwandten alleine fühlten. Wie es kein Genug gab. Oder - Wie Sie manchmal verzweifelt dasaßen und nicht wussten, ob Sie den nächsten Tag überleben. Und doch haben Sie immer wieder überlebt. Es war doch immer wieder etwas da. Es ist doch immer wieder etwas geschehen. Sie sind doch immer wieder aufgewacht.

In diesem Augenblick können Sie dann lachen und ein Träne verdrücken. Denn jetzt wissen Sie‘s - Sein bleibt immer da, egal wie viele Gedanken ich darüber stülpe.