Vertrauen

"Vetrauen gibt es einzig in Ihnen und nur für Sie. Vertrauen im Außen und für andere, nennt sich Hoffnung."

Der Geograph, Jan Vermeer 1668-1669
Der Geograph, Jan Vermeer 1668-1669

"Ich vertraue mir zu 80%" gibt es  nicht! Das heißt nur, Sie zweifeln noch.

Vertrauen beinhaltet also immer eine Alles- oder Nichtsalternative. Dabei können Sie auch sich immer nur selbst vertrauen. Andere Menschen spiegeln nur einen Teil Ihres Seins. Das kann etwas sein, dass Sie gut kennen oder etwas ganz neues spannendes. Jedes Mal, wenn Sie sich nun entscheiden einem Menschen zu vertrauen, sind Sie bereit einem Teil in Ihnen zu vertrauen. 

 

Natürlich kramen jetzt viele den alten Bekannten aus der Schublade, dem man doch so oft schon vertraut hat und man wurde doch wieder nur enttäuscht. So etwas gibt es nicht. (s.a. Enttäuschung) Ihnen ist zu jeder Zeit bewusst, wie die Menschen sind, die Ihnen begegnen, weil Sie sich selbst immer kennen und diese Sie nur spiegeln. Verspricht Ihnen nun jemand, er hätte sich geändert, dann neigen viele Menschen dazu, das Ich-Bewusstsein aufzugeben, dem Jemanden zu „vertrauen“ und Enttäuschung dadurch regelrecht anzuziehen. Sie können sich jedoch nur selbst vertrauen und wenn Sie es nicht tun, dann vertrauen Sie nicht jemand anderem, NEIN, Sie zweifeln!  

So lange Sie also das für Sie als Vertrauen definierte Zweifeln in die Hände anderer legen, werden Sie auch enttäuscht werden.

 

Mit anderen Worten - die meisten Menschen senden Zweifel in die Welt, im tiefen Glauben es wäre Vertrauen und beschweren sich dann, dass Sie Zweifel zurückbekommen. Die Enttäuschung ist hier sehr verständlich, aber durch die eigene Unklarheit verursacht.

Die gute Nachricht - auch andauernde Enttäuschung führt zu mehr Vertrauen in sich selbst!

 

Das Selbst-Vertrauen ist gerade in unserer Zeit eine sehr große Herausforderung, denn Vertrauen sprengt die Grenzen des Gehirns und das macht vielen Menschen Angst. Nehmen wir zum Beispiel Gefühle wie Liebe. Die meisten Menschen vertrauen diesem Gefühl nicht, denn Sie versuchen es immer wieder mit einer Karussellfahrt in Ihrem Gehirn: Es muss Liebe sein, wir haben doch Sex – Es muss Liebe sein, wir sind doch 30 Jahre verheiratet – Ist es noch Liebe, wir streiten täglich – War es jemals Liebe, ich hab doch jetzt jemand neues… . Vertrauen kann nicht aus Ihrem Gehirn kommen. Und jedes Mal, wenn Sie dieses Karussell noch brauchen, zweifeln Sie. Dabei ist es egal, ob es um Liebe, andere Gefühle oder Ihr Sein geht.

 

Vertrauen beinhaltet weder Gründe noch Rechtfertigungen. Vertrauen spürt man. Es ist einfach da.

 

Wie kommt man nun zum Vertrauen in sich selbst ohne die vielen, vielen Enttäuschungen?

Zunächst suchen Sie den Teil von sich, dem Sie vertrauen. Jeder Mensch auf dieser Erde hat einen Punkt, in dem er sich vertraut. Haben Sie ihn gefunden? Dann halten Sie inne, freuen sich richtig und genießen diesen Teil!

Nun können Sie dieses Vertrauen einfach ausweiten. Suchen Sie sich den nächsten Teil aus, dem Sie vertrauen wollen und lassen es geschehen. Manches wird sofort funktionieren, manches wird länger dauern. Wenn Sie dabei die ganze Zeit bewusst und klar darüber bleiben, wo Sie gerade stehen und wohin Sie möchten, wird Enttäuschung einen großen Bogen um Sie machen.

 

Aber machen Sie es nicht zu einem Rennen gegen die Enttäuschung, sondern viel mehr zu einem wunderbaren Weg des eigenen Vertrauens.

 

Und noch eine letzte Sache: Vertrauen Sie darauf, dass Ihr Leben im JETZT perfekt ist! Sie haben gerade alle Werkzeuge, um sich das beizubringen, was Sie lernen möchten. (Egal, wie schwer oder leicht sich das Ganze manchmal anfühlt.)