Dualismus

Die neue Wahrnehmung

Niemand weiß, wie es genau geschieht, denn eine neue Wahrnehmung erlaubt den alten Zugängen keine Einsicht. Und dennoch besteht der menschliche Kopf inständig darauf, zumindest einen Schlüssel zu besitzen. Und wieder dreht man sich im Kreis des ewig gleichen Spiels, betrieben von dem einen seltsamen Versprechen, dass Altes, neu gedacht, irgendwann das Neue gibt. Wir Menschen sind schon seltsame Wesen. Wie beschreibe ich nun das Neue, wenn das Neue selbst es nicht erlaubt, erfasst zu werden?

Die gnadenlose Enge

Wenn man die Erde bewusst in ihrer faszinierenden und verstörenden Schönheit betrachtet, dann müsste man täglich weinen. Aus Freude und aus Trauer natürlich, in gnadenloser Abwechslung. Denn der Erde scheint unter all ihren vielschichtigen Gaben, einzig die Gnade abhandengekommen zu sein. Sie kennt das Hin und Her des Dualismus, das Getriebene hinter Sex, Vergleich und Bestätigung, die süß-bittere Frucht der Korruption und Bestechung. Sie kennt das Delirium hinter Verliebtsein, Freude und …

Wenn Sehende die Augen schließen…

Wenn Sehende die Augen schließen, dann stets aus Angst, dass Wirklichkeit erlischt. Aus Unglauben, dass dieses derbe Leben so voll und ganz ein Teil von ihnen ist. Sie sehen, doch sie wollen nicht. Und tief in düstrer Ecke jedes Herzens wohnt jämmerlich die Dunkelheit, denn keine Menschlichkeit erspäht ihr Licht. Wie auch? Sie ist schrecklich, eklig, gierig, …, höhnisch, teuflisch, neidisch oder schlicht böswillig gestrickt. Da schließ ich lieber meine Augen und laufe zügig weg, …